Das Ende der Rüstungsspirale


Der starke Anstieg der Rüstungsausgaben in den letzten Jahren 
ist das Fokusthema der Kirchheimbolander Friedenstage 2020.

Eröffnet werden die Friedenstage am So, den 1. November mit einem Schweigemarsch für die Opfer von Krieg und Gewalt, Treffpunkt ist um 17 Uhr auf dem Römerplatz, in der Stadthalle wird es eine Kreativaktion zum Thema Friedenssehnsucht geben, die sich als roter Faden durch alle Veranstaltungen der Friedenstage 2020 ziehen soll.

Um 18 Uhr wird Sara Nanni von der Heinrich Böll Stiftung über “Rüstungsexportpolitik – endlich raus aus der politischen Pfadabhängigkeit!” sprechen.

Als Friedenstagepreisträger werden dieses Jahr geehrt:

Clemens Ronnefeldt

Clemens Ronnefeldt
Quelle: spd-olching.de

Clemens Ronnefeldt vom Internationalen Versöhnungsbund ist seit 40 Jahren in der Friedensbewegung aktiv. In den 90er Jahren war der Balkan Schwerpunkt seiner Arbeit, er hat dort u. a. traumatisierte Kinder in Flüchtlingslagern betreut. In den letzten 20 Jahren hat er sich auf die Konflikte im Nahen Osten konzentriert, die vielschichtig vertrackten Ursachen und Hintergründe der Auseinandersetzungen ana­lysiert und gewaltfreie Lösungsansätze entwickelt.

Er ist ein Mensch voller Hoffnung, und Hoffnung heißt für ihn „Leiden am Wirklichen, Leidenschaft für das Mögliche“.

Förderverein ambulante Hospizarbeit im Donnersbergkreis e. V.

Förderverein ambulante Hospizarbeit im Donnersbergkreis e. V. Quelle: Wochenblatt-reporter.de

Der Verein unterstützt die Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienste in Kirchheimbolanden und in Rockenhausen ideell und materiell. Ideell durch Veranstaltungen, die die Themen Tod und Sterben auf unterschiedliche Weise thematisieren, materiell durch Einwerbung von Spenden, die die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen unter­stützen. Die Mitarbeiterinnen der Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienste beraten und begleiten Schwerkranke, sterbende Menschen und deren An­gehörige zu Hause. Sie setzen sich für ein Leben und Sterben in Würde ein und ermutigen, sich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinanderzusetzen. Die ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen werden für ihre Aufgaben qualifiziert, sie bringen Geduld und Enga­gement für die Begleitung zu Hause oder im Pflege­heim mit.

Dieses gerade während der Corona-Pandemie so herausfordernde Engagement wollen wir würdigen. Alle haupt- und ehrenamtlich Tätigen sollen sich gleichermaßen angesprochen und geehrt fühlen.

Die Preisverleihung findet am Sa, den 5. Dezember um 18 Uhr im Kreishaus statt. Als Laudatoren werden Dr. Ludwig Burgdörfer, geboren in Breunigweiler, Pfarrer i. R. und Schriftsteller, bekannt für seine anregenden Anstöße und Morgengrüße aus dem SWR Radio, und Ulrich Suppus, Friedensgesicht der Evangelischen Kirche in Deutschland, dabei sein.

Für den künstlerischen Rahmen konnten wir den renommierten politischen Kabarettisten Arnulf Rating gewinnen.

Die Friedenstaube des Landrats wird am Mo, den 9. November um 19 Uhr im Kreishaus an Beate Klarsfeld verliehen.

Die Verleihung der Friedenstaube wird um ein Jahr auf den 9. Nov 2021 verschoben.

Beate Klarsfeld Quelle: www.die-linke-traunstein.de

Beate und Serge Klarsfeld haben ihr Leben den während der NS-Zeit aus Frankreich deportierten Juden gewidmet. Akribisch haben sie die Schicksale dieser fast 80.000 Menschen recherchiert und dokumentiert. Sie haben dazu beigetragen, dass sich einige der schlimmsten NS-Verbrecher, die teils Jahrzehnte lang von westlichen Geheimdiensten gedeckt wurden, vor Gericht verantworten mussten – und haben dafür selbst Haftstrafen in Kauf genommen.

Nicht Rache, sondern Gerechtigkeit war dabei ihre Triebkraft. Inzwischen ist die Arbeit der Klarsfelds international anerkannt. Beate Klarsfeld ist UNESCO-Sonderbotschafterin für Bildung über den Holocaust und die Verhinderung von Völkermorden, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und des Nationalen Verdienstordens Frankreichs.

Auch heute noch erhebt sie ihre Stimme gegen Rassismus und Antisemitismus.

Musikalische gestaltet wird die Ehrung von Sabine Goetz (Sopran) und dem Leopold Ensemble, Mannheim, mit Stücken aus dem Oratorium “Annelies” nach dem “Tagebuch der Anne Frank”.

Nach dem Abschluss der Friedenstage mit einem Vortrag über das Ehepaar Emilie und Oskar Schindler am Mi, den 16. Dezember in Winnweiler, werden wir eine lange Wimpelkette mit Friedensbotschaften zum Eingang des North Point Areals bei Kriegsfeld bringen.

Das vollständige Programm finden Sie hier: